Die Hansestadt Wismar ist schon seit Jahrhunderten eine Heimatstadt des Schützenwesens. Zu DDR-Zeiten waren die Schützen in der GST, der Gesellschaft für Sport und Technik, verbunden.
 
Mit dem Ziel den Schießsport auch nach der Wiedervereinigung aufrecht zu erhalten, fanden sich 14 Schützen zusammen und gründeten 1990 den "Wismarer Schützenverein Hanse e.V. 1990". Die meisten Gründungsmitglieder sind auch heute noch aktiv im Verein tätig.
 
 
 
Die vorhandene GST-Anlage musste den neuen Anforderungen gerecht werden und die Arbeiten begannen. Als aber das genutzte Areal zum Trinkwasserschutzgebiet erklärt wurde, musste eine neue Sportstätte gefunden werden.
 
Nach intensiver Suche fand man in einer ehemalige Geflügelfarm ein geeignetes Gelände mit den idealen baulichen Voraussetzungen. Nachdem die Hälfte der Mitglieder dem Verein Ende 1992 ein zinsloses Darlehen vorgestreckt hatten, wurde der Kauf der Hallen realisiert. Das Gelände selbst wurde nur gepachtet.
 
In vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit wurde die Sanierung realisiert. Bei den drei dringend renovierungsbedürftigen Hallen wurden neue Fenster eingesetzt und sanitäre Anlagen installiert. In den zukünftigen Schießhallen wurden Schießstände gebaut und das Gelände wurde gesäubert. Fotos vom ursprünglichen Zustand des Geländes und der Gebäude sowie von der Sanierung findest Du in unserer Galerie.

 
 
Im Mai 1994 wurde getreu der Schützenvereinstradition eine Fahne angefertigt, die im Mai 1994 feierlich durch den Präsidenten des Landesschützenverbandes Mecklenburg-Vorpommern auf dem Wismarer Marktplatz geweiht wurde.
 
1995 nahmen die Wismarer Schützen aktiv an der Darstellung der Fürstenhochzeit auf dem Marktplatz in Wismar teil. Da zum gleichen Zeitpunkt auch das 1000-jährige Bestehen des Landes Mecklenburg gefeiert wurde, entstand ein großes Medienspektakel, welches auch uns Schützen entsprechende Aufmerksamkeit brachte.
 
Das erste Schützenfest seit der Gründung des Vereins wurde am 21. September 1996 auf dem Wismarer Marktplatz mit Böllerschüssen gefeiert. Seither sind bei verschienenen Aktivitäten der Stadt die einheimischen Schützen gern gesehene Mitorganisatoren, welche Sport und Zunft des Schützenwesens öffentlich präsentieren.
 
Als historische Musketiere traten die Schützen erstmals 1998 auf. Die auch heute noch bei feierlichen Anlässen zu sehende Uniformen wurden zwischen 1813 und 1824 in Wismar getragen. Seither sind diese nicht mehr aus dem Stadtbild und bei offiziellen Anlässen der Hansestadt Wismar weg zu denken. Auch über unsere Ländergrenzen hinaus treten die Musketiere immer wieder öffentlich auf.
 
Im Jahr 2004 wurde die historische Truppe des 1. Musketierbataillon Mecklenburg-Schwerin von 1921  zur Königlich Schwedischen Leibgarde nach Stockholm eingeladen. Seit Juni 1810 durfte erstmals eine deutsche Truppe vor dem Königlichen Schloss antreten und den Wachwechsel gemeinsam vollziehen.
 
So wird die Tradition zu den schwedischen Kameraden bei uns sehr groß geschrieben. Beim seit 1999 jährlich stattfindenden Schwedenfest in Wismar bietet unser Schützenverein einen Einblick in das historische Markttreiben zur Schwedenzeit  sowie das Lagerleben und macht so ein Stück Geschichte anschaulich und greifbar.
 
 
 
Neu im Verein sind seit 2015 unsere Bogenschützen. Ein engagiertes junges Team ist seither aktiv beim Auf- und Ausbau dieser Sparte. Perspektivisch sollen unsere Bogenschützen sogar eine eigene Halle bekommen, sobald der Platz dafür geschaffen ist.
 
Die Erhaltung und Erneuerung der Sportanlage ist uns weiterhin wichtig und so ist beispielsweise eine elektronische Ergebniserfassung bei den Luftgewehrschützen aktuell in Planung.